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Fachhochschule
Mainz |
Diplomarbeit |
Hessisches |
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Ntrip - Networked Transport of RTCM via Internet
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Ein neues Konzept zur Übertragung von |
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Korrekturdaten unter SAPOS® |
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von |
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Alexander Schneider |
Mike Schöffel |
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Fach: |
Vermessung |
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Betreuer: |
Prof. Dr.-Ing. Peter Hotzel |
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Partner: |
Hessisches
Landesvermessungsamt: Dezernat Geodätischer Raumbezug, Wiesbaden |
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Bearbeitungs-Zeitraum: |
16. Februar bis 16. August 2004 |
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Ausgangssituation/Problemstellung: |
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Um höheren Ansprüchen an die Genauigkeit einer Positionierung mittels GPS zu genügen, bedient man sich des Differentiellen bzw. des Präzisen Differentiellen GPS in Echtzeit. Für die Bereitstellung von Korrekturdaten stehen vernetzte Referenzstationen wie z.B. der Satellitenpositionierungsdienst der AdV (SAPOS®) zur Verfügung. Das derzeit gängigste terrestrische Verfahren zur Übertragung von RTCM-Korrekturen, insbesondere in Verbindung mit dem Hochpräzisen-Echtzeit-Positionierungs-Service von SAPOS®, ist GSM (Global System for Mobile Communication). Es hat unter anderem den großen Vorteil, dass es nahezu flächendeckend in ganz Deutschland verfügbar ist. Doch es stellt sich als relativ kostenintensiv auf Seiten des Korrekturdatendienst-Betreibers dar und ist mit gewissen Einschränkungen behaftet, z.B. was die Anzahl simultaner Zugriffe betrifft. Dies sind nur zwei der Argumente, die für die Entwicklung des neuen Verfahrens Ntrip sprechen.
Ntrip (Networked Transport of RTCM via Internet
Protocol) ist ein vom Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG, Frankfurt
am Main) entwickeltes Verfahren zur Bereitstellung von
GNSS-Korrekturdatenströmen über das Internet. Viele Vermessungsverwaltungen nutzen bereits heute
diesen Kommunikationsweg für die Verbreitung der SAPOS®-Echtzeitprodukte
(HEPS, EPS) im Testbetrieb. Laut AdV-Beschluss ist die Einführung von Ntrip
neben GSM als zweite SAPOS®-Standard-Pflicht für das Jahr
2006 vorgesehen. Doch es stellt sich die Frage, ob das Ntrip-Verfahren in der
Praxis gleichermaßen für hochgenaue Positionierungen geeignet ist wie die
GSM-Technik. Diese Fragestellung galt es mit Hilfe der Ntrip-Realisierung im
Bundesland Hessen, in Kooperation mit dem HLVA, zu klären. |
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Zielsetzung: |
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Die Zielsetzung dieser Diplomarbeit war es, die
nutzerseitige Anwendung des Verfahrens Ntrip mit SAPOS®
unter praktischen Gesichtspunkten zu untersuchen und zu beurteilen. Gerade
vor dem Hintergrund einer zukünftigen Einführung von Ntrip als SAPOS®-Standard-Pflicht
galt es, insbesondere die Vor- und Nachteile des Verfahrens im Vergleich zur
konventionellen SAPOS®-Übertragungsmethode GSM
herauszuarbeiten. Dabei ging es zum einen um die Gegenüberstellung der
Kommunikationsmedien GPRS (General Packet Radio System; mobile
Internetverbindung) sowie GSM hinsichtlich Zuverlässigkeit und
Wirtschaftlichkeit, zum anderen um die Auswirkungen der neuen
Kommunikationsmethode auf die präzise Positionierung bezüglich der
Koordinatenqualität und Genauigkeit. Zur Umsetzung der genannten Aufgaben waren umfangreiche
simultane Messreihen mit Ntrip und GSM nötig. Diese erfolgten an unterschiedlichen
Wochentagen jeweils über eine Zeitdauer von 24 Stunden. |
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Ergebnisse: |
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Nachfolgend sind die durch unsere Messkampagnen
erzielten Ergebnisse bezüglich der verschiedenen Beurteilungskriterien
zusammengefasst: Hinsichtlich der benötigten Zeit zum Verbindungsaufbau hat
GSM leichte Vorteile gegenüber GPRS, da die Einwahl etwas schneller
funktioniert. Dennoch ist der Unterschied nicht so groß, als dass man von
einem gravierenden Nachteil für GPRS sprechen könnte. Im Allgemeinen liegt
der Vorteil von GPRS in der größeren Bandbreite. Somit können jegliche Arten
von Korrekturdaten schnell transportiert werden, auch solche mit größerem
Datenvolumen. GSM ist mit seiner Bandbreite von 9,6 kBit/s bei der
Übertragung von RTK-Korrekturen bereits relativ stark ausgelastet. Des Weiteren erwies sich GSM in unseren Tests als die
kostenintensivere Variante, sofern man sich auf die reinen Kommunikationskosten bezieht.
Dieser Eindruck wird sich noch verstärken, wenn künftig die neue RTCM-Version
3.0 zum Standard avancieren wird, die weniger als die Hälfte an Datenmenge
benötigt und somit noch günstiger für die volumenbasierte GPRS-Variante ist.
Es ist auch vorstellbar, dass anstelle von GPRS zukünftig auch die bereits
heute verfügbare dritte Mobilfunkgeneration UMTS eingesetzt wird. Um bereits heute eine Hilfestellung bei der Nutzung von
Ntrip geben zu können, wurden im Rahmen der Diplomarbeit
Bedienungsanleitungen für die entsprechende Konfiguration der
Empfängersysteme Leica SR530, GX1230 und Trimble 5700 erstellt. |
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©2004 Alexander Schneider und Mike Schöffel |
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